Von 1971 bis heute ...

KR Josef Ager sen.
KR Josef Ager
Betriebsgründer

Einen eigenen Betrieb zu führen war schon immer der Traum von Josef Ager aus Söll gewesen. Neben seiner Tätigkeit als Gemeindesekretär begann er daher Forellen zu züchten. Untertags plagte sich Josef Ager in der Gemeindestube ab und abends lieferte er die Forellen seiner drei Teiche an die Gasthäuser der Region aus.


Areal Sägewerk Bichlmühle1971 schließlich ersteigert er das Areal eines Sägewerkes. Hier errichtet er mit seiner Frau Irene, das gut sichtbare, direkt an der B178 gelegene Firmengebäude. Alsbald kommt zu den Forellen noch Eier, Geflügel und Tiefkühlgemüse dazu. Dann beginnt Josef Ager damit, das Wild von den Jägern aufzukaufen, es im eigenen Betrieb zu zerlegen um es an die regionale Gastronomie weiterzuverkaufen.

1978 erfolgen der große Umbau und die Zulassung als EU-Betrieb zur Erzeugung von Speck- und Wurstspezialitäten (T-1, heute AT 70244 EG) und Fertiggerichte. Nun versorgt Ager mit seiner Produktpalette von Fleisch, Geflügel, Frischfisch, Speck, Eier und Tiefkühlwaren die Gastronomie in Tirol und Salzburg.

1990 steigt Ager in den Export ein. Mit den Wildspezialitäten kann er sich in kürzester Zeit auf dem Markt in Europa etablieren. Mehr als die Hälfte der Produktion geht in Länder wie Schweiz, Deutschland, Frankreich und Belgien. Ager beschäftigt bereits etwa 70 Mitarbeiter davon 60 in der Produktion. Über die Jahre wird die Angebotspalette immer weiter ausgebaut, zu Räucherwaren nach Tiroler Art von Karree, Bauch und Schinkenspeck kommen noch Schinken von Hirsch, Reh und Wildschwein und auch Wildwürste dazu.

EU-Wildzerlegebetrieb1995 entsteht in der Nähe des Ager-Stammhauses der modernste EU-Wildzerlegebetrieb (T-201, heute AT 70278 EG) Europas. Hier werden ca. 2200 Tonnen Wild jährlich nach höchsten Qualitätsansprüchen zerwirkt und weiterverarbeitet. Als Abnehmer für Wildfleisch zeichnen hier die großen Handelsketten in Europa wie Spar, Metro, REWE, Aldi, Migros und viele weitere namhafte europäische Handelshäuser.


Josef Ager
Josef Ager
Geschäftsführer, Betriebsinhaber

Ager GesmbH Speck- und Wildspezialitäten2000 wird das Einzelunternehmen in eine Gesellschaft umgewandelt und von Herrn Josef Ager junior übernommen. Dieser hat nach absolvierter kaufmännischer Ausbildung im zweiten Bildungsweg noch den Metzgermeister gemacht.

2004 stellt das Unternehmen neue Weichen und zieht sich von der Belieferung der Gastronomie zurück. Man konzentriert sich nun ganz auf die Speck- und Räucherwarenerzeugung und auf die Zerlegung von Wildbret. Durch eine eigene Wildsammelstelle in der Nähe von Göllersdorf (Bezirk Hollabrunn/NÖ) sichert man einen geregelten Wildbretnachschub. Drei Mitarbeiter sammeln hier das Wildbret aus ganz Niederösterreich und Burgenland, dass wöchentlich nach Söll in Tirol zur weiteren Verarbeitung transportiert wird.

2005 wird schrittweise ein Qualitätssicherungssystem integriert, das man sukzessive bis zur Zertifizierungsreife nach IFS (International Food Standard) auf höherem Niveau fortführte. Damit ist Ager einer der ganz wenigen in Europa die unter so hohen Qualitätsansprüchen so erfolgreich feinste Wildspezialitäten veredeln.

Wildeinkauf in der Steiermark und in Kärnten2006 entschließt man sich um der immer mehr steigenden Nachfrage nach Qualitätswildbret gerecht zu werden, den Wildeinkauf zu intensivieren. Wöchentlich wird mit einem LKW das Wildbret aus der Steiermark und Kärnten angeliefert. Dazu kann man große wie auch kleinere Forstbetriebe und mehrere Wildsammler gewinnen.